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Donnerstag, 14. Juli 2016

Productreview: Big Shot Platten - welche brauche ich?

Wer eine Big Shot sein eigen nennen darf, hat sicherlich schon mal darüber nachgedacht, ob die Anschaffung weiterer Platten Sinn macht. Vor allem wo doch im neuen Katalog (Seite 194) für einige Stanzformen ausdrücklich die Präzisionsplatte mindestens empfohlen, wenn nicht sogar als erforderlich angegeben wird. Und jetzt gibt es auch noch eine neue Grundplatte (Seite 190).

Für diejenigen, die noch keine Big Shot haben, hier eine kurze Erklärung (alle anderen lesen bitte beim nächsten Absatz weiter): Ein Leben ohne Big Shot ist möglich, aber es entgeht einem jede Menge Spaß. Die BigShot funktioniert ähnlich wie eine Nudelmaschine, wobei Stanzformen aus Metall und Papier mit Hilfe von Walzen so dicht miteinander vernudelt werden, dass am Ende Motive aus dem Papier ausgenudelt äh ausgestanzt werden. Man kann auch sagen: schneidest Du noch aus oder nudelst Du schon? 

Bisher wurde die Big Shot mit der so genannten Multipurpose Plattform ausgeliefert:


Seit dem 1. Juni 2016 wird die Big Shot mit der neuen Big Shot Grundplatte ausgeliefert, die auch einzeln (nach)bestellt werden kann. 


Ich persönlich fand es immer etwas lästig, die zwei Laschen der Multipurpose Plattform passend umzuklappen. Auch konnte ich mir nie merken, welche Lasche für welchen Zweck gedacht war. Und zum guten Schluss wurde die Plattform, wenn die Laschen aufgeklappt sind, beim Durchnudeln deutlich länger und je nach Platzangebot konnte das bei mir auf dem Basteltisch schon mal zu Problemen führen (weil natürlich wieder alles voll steht mit Bastelkram und ich dann wieder umräumen musste, um die Plattform komplett durchzudrehen). Jetzt besteht die neue Grundplatte aus zwei Einzelplatten, die - je nach Bedarf - übereinander (zum Stanzen) oder nur die große Platte (zum Prägen) verwendet wird. Die Bilder auf beiden Platten sind auch so eindeutig, dass ich mich nicht mehr fragen muss, ob Übereinander oder nicht.
Mir sind beide Plattformen auch schon runter gefallen. Die neue Grundplatte hat das ohne große Macken schadlos überstanden, während mir bei der Multipurpose Plattform hinten am Gelenk für die Laschen Teile dabei abgebrochen sind. 

Zwischenfazit: Die neue Grundplatte ist deutlich praktischer. Und die Stanz- und Präge-Ergebnisse unterscheiden sich bei mir nicht großartig. Eines sollte man dazu wissen: Jede Big Shot ist ein klitzekleines bisschen anders. Und meine "Forschungsergebnisse" müssen nicht 100%ig auf andere Big Shots passen.


Zusätzlich gibt es dann auch noch die oben schon erwähnte Präzisionsplatte und auch noch die Magnetplatte. Gaaaanz wichtig: Präzisionsplatte niemals mit der Magnetplatte kombinieren! Die Präzisionsplatte haftet wegen ihres Stahlkerns zwar super auf der Magnetplatte, aber a) erfüllt die Kombi dann nicht mehr den Zweck "Magnet" (dazu gleich mehr) und b) können damit die Walzen der Big Shot dauerhaft beschädigt werden. 

Wie der Name schon sagt, ist die Magnetplatte magnetisch.
  
Super praktisch für alle Stanzformen, die passende Stempel ausstanzen: Motiv stempeln, Framelit drüber legen und ausrichten. Wegen des Magnets in der Magnetplatte bleibt die Stanzform an Ort und Stelle und beim Durchnudeln durch die Big Shot verrutscht nichts mehr. Das funktioniert allerdings nur dann super prima, wenn die durchsichtigen Stanzplatten nicht mega verbogen sind. 
Hat man keine Magnetplattform, kann man sich behelfen, in dem man die Stanzform mit Hilfe von PostIt auf dem Gestempelten fixiert. 

Ich habe jeweils drei unterschiedliche Stanzformen mit den drei Plattformen ausgestanzt. Grundsätzlich sind Framelits problemloser auszustanzen, als Thinlits. Framelits - von englisch "Frame" = Rahmen - sind die Formen, wo in der Mitte relativ viel Luft ist. Z.B. offener Kreis. Thinlits dagegen sind die filigranen und detailreichen Formen, wie z.B. detailreiche Blüten. 
Achtung! In vielen Stanzformpaketen sind beide Formen enthalten. Also z.B. Blüten als Framelits (innen nichts, nur der Rahmen der Blüte) und als Thinlits (auch das Innere der Blüte ist mehr oder weniger viel durchlöchert).

Kaufempfehlung: Die Magnetplattform liegt in Sachen Stanzergebnis vorn (alle Formen habe ich jeweils nur einmal durch die Big Shot gedreht):




Das Ergebnis wird besser, wenn man nicht nur einmal durchnudelt, sondern ggf. zwei oder mehrmal. 


Jetzt zur Präzisionsplatte. 

Die wird also NICHT auf die Magnetplatte gelegt, sondern auf die Grundplatte (oder die Multipurpose Plattform). Die Ergebnisse sind in meinem Fall einen kleinen Tucken besser, als mit der Magnetplattform. In meinem Fall lassen sich aber auch die mit "Präzisionsplatte erforderlich" gekennzeichneten Stanzformen gut mit der Magnetplatte ausstanzen. 

Fazit: Wer Stempel und passende Framelits kombinieren will, kommt an der Magnetplatte auf Dauer nicht vorbei. Wer damit gute Ergebnisse auch bei Thinlits erzielt - alles gut. Allen anderen würde ich zusätzlich zur Präzisionsplatte raten.





Sonntag, 12. Juni 2016

Productreview: Falling Flowers vs. Botanical Blooms

Wer die Wahl hat, hat die Qual: Welche Blume(n) darf bzw. soll es denn sein?

Zum Thema Blumen gibt es zahlreiche Varianten und Möglichkeiten. Der eine mag es lieber schlicht, die andere mit viel Chichi. Aber wer das Gestempelte nicht langwierig ausschneiden möchte, ist gut beraten, nach passenden Stanzen oder Framelits Ausschau zu halten.

Im aktuellen Hauptkatalog von Stampin Up! gibt es gleich zwei Stempelsets mit passenden Framelits: Falling Flowers mit den Framelits Maiblüten und Botanical Bloom mit den Framelits Pflanzen-Potpourri. Beide enthalten Blüten und Blätter. Nur, für welche Kombi soll ich mich entscheiden?

Links: Stempelset Falling Flowers (Seite 127 im Katalog); rechts: Stempelset Botanical Blooms (Seite 142 im Katalog)
Auf den ersten Blick ist der Unterschied schon deutlich: Im Set Botanical Blooms sind viel mehr Stempel drin - nämlich 17 Stück, während im Set Falling Flowers "nur" 8 Stempel drin sind. Die Falling Flowers kosten einzeln 24 Euro und kommen dann als Gummistempel daher. Die Botanical Blooms sind Klarsichtstempel und kosten 21 Euro.



Allerdings gibt es Falling Flowers und die passenden Framelits im Set mit 10% Rabatt für 55,25 Euro. Botanical Blooms und die passenden Framelits gibt es dagegen nicht im Set und kosten dann zusammen 61 Euro.

Zwischenfazit: Für etwas mehr Geld bekommt Frau (und Mann) im Falle Botanical Blooms mit Pflanzen-Potpourri mehr Stempel und auch mehr Framelits.

Aber ist der Preis tatsächlich entscheidend? Gucken wir uns die Sets im Detail an:

Botanical Blooms mit Framelits Pflanzen-Potpourri

Blätter aus dem Stempelset Botanical Blooms - von links jeweils: (kein Stempel) nur Framelits, Innere (Adern) des Blattes gestempelt, Blatt mit Flächenstempel gestempelt UND Inneres gestempelt
Ein Vorteil von Botanical Blooms: Mit den Flächenstempeln lassen sich gute Ergebnisse erzielen. D.h. es reicht ein Stempelkissen in grün, man muss nicht zwingend grünes Papier im Haus haben. Allerdings muss man dann auf die Formen verzichten, die es nicht als Flächenstempel gibt, wie z.B. die Farnblätter. 

Framelits Pflanzen-Potpourri in Kombination mit Stempelset Botanical Blooms
Durch die vielen unterschiedlichen Formen ergeben sich zig Kombinationsmöglichkeiten. Hier ein paar Möglichkeiten:



Eine Besonderheit der Framelits Pflanzen-Potpourri sind zwei Framelits-Blüten, bei denen das Innere der Blätter vom äußeren Rand getrennt werden kann und das ergibt dann einen tollen 3D-Effekt (dazu die Blätter nach dem Lösen aus der Framelit-Form leicht über ein Falzbeil ziehen).


Schließlich gibt es noch 6 kleinere Stempel, für die es keine passenden Framelits gibt, die aber die Blüten selbst oder den Hintergrund nett ergänzen:


Falling Flowers mit Framelits Maiblüten

Mal abgesehen davon, dass sich "Maiblüten" viel einfacher schreiben läßt, als "Pflanzen-Potpourri", liegt der Fokus bei der Kombination Maiblüten mit Falling Flowers auf der inneren Stempelei und mehr Durchsicht bei einigen Framelits.
Blätter aus dem Stempelset Falling Flowers - von links jeweils: (kein Stempel) nur Framelits, mit Stempel

Das erfordert beim Einsatz der Framelits entweder die Magnetic Platform oder ein gutes Geschick im Umgang mit der Big Shot. Schnell kann es passieren, dass das Ergebnis dann so aussieht:

Aus der Kombi Framelits und Stempel entstehen dann 6 Blüten:

Die kleineren Blüten kann man auch mit den größeren kombinieren:

Zum Stempelset gehört aber auch noch dieser Stempel:

Der läßt sich z.B. wunderbar als Hintergrundstempel einsetzen, wie diese Karte zeigt:
Der "thanks"-Stempel stammt aus dem Set Endless Thanks, Farbe ist "Zarte Pflaume"

Im Ergebnis lassen sich mit beiden Stempelsets tolle Ergebnisse erzielen:
Links: Pflanzen-Potpourri /Botanical Blooms
Rechts: Maiblüten / Falling Flowers
Die neuen In-Color passen wunderbar zusammen! Hatten Christine und ich aber schon mal gesagt, oder? ;-)

Verwendet habe ich diese Materialien:


Bei der Kombi Pflanzen-Potpourri mit Botanical Blooms sind es die vielen verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten und der 3D-Effekt, die begeistern. Die andere Kombination Maiblüten mit Falling Flowers besticht dagegen durch "weniger ist mehr". Die Blüten sind nicht ganz so filigran, dafür mit gestempeltem Innenleben und mit Durchblick. Besonders schön ist der große Blütenstempel.

Fazit: Geschmäcker sind verschieden! Der Preis ist nicht wirklich entscheidend. Mein Favorit sind Falling Flowers / Maiblüten. Und Eurer?

Und noch ein Tipp: Ich habe mir am Anfang ganz viel Zeit für das Zusammenstellen von Blättern und Blüten genommen - völlig überflüssig! Einfach drauf los geklebt und am Ende sieht es immer toll aus!

Hier noch ein paar Ideen:
Grundfarbe ist Taupe, Hintergrund ist die Prägeform Buttermeer (links vor dem Prägen eingefärbt)





Montag, 18. April 2016

Productreview: Stampin Up! Trimmer vs. Fiskars Personal SureCut Schneidemaschine 30 cm

In Zeiten knapper Ressourcen muss man auch mal über den Tellerrand schauen. Nur, lohnt der Blick?

Wie viele wissen, sind die Klingen zum Stampin Up! Schneidebrett (Trimmer) derzeit nicht lieferbar. Sehr ärgerlich! Also mal bei der Konkurrenz schauen:


Das Schneidebrett von Fiskars ist im gut sortierten Bastelgeschäft oder auch bei amazon und anderen Versendern erhältlich. Es kostet ca. 32 Euro und ist damit 4 Euro günstiger als der Trimmer von Stampin Up!
Größentechnisch unterscheiden sich die beiden Schneidbrenner kaum bis gar nicht voneinander:
Links: Fiskars, Rechts: Stampin Up!

Sie liegen ähnlich gut in der Hand. Gut gefallen hat mir, dass bestimmte Standardmaße auf dem Fiskarsbrett schon eingezeichnet sind. Ansonsten kann man über Design ja immer trefflich streiten: dem einen gefällt eher ein neutrales Design, dem anderen ist es lieber, wenn auch ein paar Farben dabei sind. Beide Bretter stehen sicher auf dem Tisch, entsprechende Gummifüßchen halten es am Platz. Auch haben beide Bretter sowohl cm, als auch inch-Angaben oben und unten an den Papierführungen. Die durchsichtigen Schneideschienen sind bei beiden Brettern mit cm-Angaben bedruckt.

Auch für größere Papierformate sind beide Bretter gut gerüstet: Links an der Seite läßt sich jeweils ein Schwenkarm ausklappen, so dass auch Papierlängen über 16 cm Länge abgemessen werden können. Der Übergang von Brett zu Schwenkarm ist bei Fiskars etwas besser gelungen, weil gerade im Kantenbereich das durchsichtige Plastik sehr Vorteilhaft ist, wie ich finde:




Das Grundprinzip beider Schneidebretter ist gleich: Geschnitten wird mit einer Klinge, die sich in einem Einsatz befindet, der wiederum in die Schneideschiene eingeklinkt wird. Ist die Klinge stumpf, wechselt man den Einsatz (ein Nachschärfen mit Nagelfeile, Schleifpapier o.ä. ist a) umständlich und b) wenig bis gar nicht erfolgreich).




Beide Schneideeinsätze lassen sich prima hin und her schieben. Beim Fiskars Schneidebrett läuft noch ein zusätzlicher Draht mittig in der Schneideschiene. Der soll vermutlich dazu dienen, dass die Klinge gerade schneidet. Beim Vergleich der Schnittergebnisse fällt auf, dass das Fiskarsbrett das Papier auf der Rückseite etwas mehr falzt (auch der Stampin Up! Trimmer falzt das Papier ganz leicht):


Fiskars Schnitt

Stampin Up! Schnitt
Das kann man zwar nachträglich wieder glätten, bei Stampin Up! ist es eben etwas weniger stark ausgeprägt.

Mit beiden Brettern kann man auch Falzen - toll! Blöd ist allerdings, dass beim Fiskarsbrett das nur geht, wenn man die Einsätze wechselt. Also Schneideinsatz raus und Falzeinsatz rein. Man kann zwar - wie beim Stampin Up! Brett - beide Einsätze gleichzeitig in die Schneideschiene einsetzen, aber durch die Konstruktion der Schneideschiene kann dann nicht bis zum Anschlag gefalzt bzw. geschnitten werden:

Das Papier lässt sich nicht bis zum Ende durchschneiden, wenn die Falzklinge eingesetzt ist.

Orange: Schneideklinge. Schwarz: Falzklinge
Beige: Falzklinge. Dunkelbraun: Schneideklinge 

Bei Stampin Up! ist außerhalb des Anschlags (oben und unten) genug Platz, so dass beide Einsätze bis zum Anschlag falzen bzw. schneiden können. Aus meiner Sicht der größte Minuspunkt des Fiskars Schneidebrett.

Als zusätzliches Plus bietet der Stampin Up! Trimmer noch eine Aufbewahrungslösung auf der Rückseite. Dort lassen sich Ersatzklingen, Falzbeil und andere Kleinigkeiten griffbereit aufbewahren - prima Idee!




Fazit: Das Fiskars Schneidebrett ist leider keine wirkliche Alternative zum Stampin Up! Trimmer, gerade weil gleichzeitiges Falzen und Schneiden nicht funktioniert.

Was tun?
Für den Stampin Up! Trimmer gibt es eine Alternative: Einen Aufsatz mit rotierendem Schneideansatz für 16 Euro. Dazu muss man die vorhandene Schneideschiene austauschen gegen diese hier:


Das ist ratz-fatz gemacht, allerdings muss man darauf achten, die Führung (dunkelbraun), über die die Schneideklingen hinweg gleiten, herauszunehmen und um 90 Grad zu drehen. Dann ist dort keine Rille mehr, sondern eine glatte Oberfläche. Nicht vergessen!


Die Schnitte sind super klasse! Allerdings braucht es etwas Übung, bis die Schnitte im ersten Anlauf gelingen. Die Klinge muss auf dem Schlitten mit etwas Kraft nach unten gedrückt werden, gleichzeitig schiebt man den Schlitten zügig durch das Papier.



Zusätzlich kann man auch noch zwei weitere Einsätze (und natürlich Ersatzklingen) erwerben, so dass auch Wellenschnitte möglich sind.

Wer also gerade Mangel an Ersatzklingen für das Stampin Up! Schneidebrett hat, sollte anstelle eines alternativen Schneidebretts lieber in den Aufsatz investieren.

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